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UFO-Sekte in Bayern: Der “Alien-Guru” muss wegen schweren Kindesmissbrauch in 75 Fällen über sechs Jahre ins Gefängnis

UFO-Sekte in Bayern

In der UFO-Forschung oder -Szene ist das Thema UFO-Sekten mehr oder weniger so etwas wie ein “rotes Tuch”. Es wird schlicht totgeschwiegen und ignoriert und eine Berichterstattung zu diesem Thema findet faktisch nicht statt. Ausnahmen sind, neben meinen Blogs und einem entsprechenden Buch, höchstens Erwähnungen einzelner solcher Sekten und UFO-Gurus. Meist werden dabei allgemein die Hintergründe oder obskuren Glaubensvorstellungen dieser Gruppen zusammengefasst.

So gab es vor genau 20 Jahren etwa mal die Artikel-Serie “Vorsicht Falle!” von Thorsten Wiedau (u.a.) in dem Printmagazin “ET – Magazin für Parawissenschaften”. Darin stellte der Autor solche UFO-Sekten und ihrer “Lehren” warnend den Lesern auf mehreren Seiten sehr gut vor.

Der aktuelle Fall einer UFO-Sekte aus Bayern geht in der Berichterstattung mehr oder weniger unter. Das perfide dabei ist, wie in dem Video unten berichtet, dass der Guru der Gruppe sich an mindestens einem Kind der Sekte vergangen hat. Mit Billigung der Mutter, die zumindest in diesen Jahren zu den Anhängern seiner Sekte gehörte. Eher durch Zufall kamen die Behörden dem Guru Aryah G. auf die Spur, da er es mit den Steuern nicht so genau nahm. 1,5 Millionen Euro soll der Steuerschaden betragen.

Der “Alien-Guru” selber bekam nicht unerhebliche Summe seiner Anhänger, die er als Schenkungen betrachtete. Für “Verfehlungen” konnten Anhänger auch mal fünfstellige Summen als “Wiedergutmachung” zahlen.

Haft für den Sekten-Chef!

Beim Finanzamt gab der Sekten-Chef Verluste an – erwirtschaftete aber hunderttausende Euro an Gewinn. Bei den Ermittlungen stießen die Behörden dann auf den Kindesmissbrauch innerhalb der Gemeinschaft. “Hoch manipulativ”, nach Plan und auch mit Gewalt ging der Guru dabei ab 2014 vor. Gegen seine Anhänger an sich und gegen die damals zehnjährige Tochter einer seiner Anhängerinnen. 75 einzelne Fälle des Missbrauchs bzw. schweren sexuellen Missbrauchs des Gurus, der sich selber für einen Alien halten soll, war die Staatsanwalt dem Mann vor. Über fünf Jahre zog sich das hinweg.

Aryah G. gestand alles. So ersparte er auch seinem Opfer eine Aussage vor Gericht. Am 16. März hat ihn deshalb das Landgerichts Regensburg zu sechs Jahren und vier Monaten Knast verurteilt. Allein seine Machtstellung als Führer der UFO-Sekte machten die taten möglich, so das Gericht. “Intensiver teachen” nannte es der Verurteilte unter anderem.

Elke Escher, die vorsitzende Richterin, blieb mit dem Urteil unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die 8,5 Jahre forderte. Der Anwalt von Aryah G. versuchte eine Strafe “nicht über fünf Jahre” zu erwirken. Dazu schreibt die “Regensburg digital” unter anderem:

Das Gericht wertet dies am Schluss erheblich zugunsten des Vergewaltigers, der zwischenzeitlich auch 50.000 Euro an sein Opfer als ‘Entschädigung’ überwiesen hat. (…) Eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren, die er gerade wegen Steuerhinterziehung absitzt, ist mit eingerechnet.

Keine weiteren Ermittlungen

Geld genug scheint der Guru jedenfalls zu haben. Auf dem Anwesen der Sekte parken noch immer “dicke Autos”, wie BMW, Porsche und Mercedes, so die Onlinezeitung. Und auch seine meist weiblichen Anhänger treffen sich dort weiterhin. Außerdem lägen seine jährlichen Einkünfte “meist deutlich über 500.000 Euro”. 2015 betrugen sie 675.000 Euro, wobei der Sekten-Chef in diesem Jahr rund 11.000 Euro Verlust beim Finanzamt angab …

Eine Sicherungsverwahrung oder Anweisung in die Psychiatrie hat der Verurteilte nicht zu erwarten:

Zwar habe der Täter eine ‘psychopathische Grundstruktur,’ sei ‘hoch manipulativ’, selbstbezogen und besitze wenig Einfühlungsvermögen, doch reiche dies für eine Persönlichkeitsstörung im klinischen Sinne nicht aus. Auch könne ein ‘Hang’ im Sinne des Strafgesetzbuches nicht positiv festgestellt werden.”

Die psychiatrische Sachverständige konnte ihr Gutachten nur auf Basis der Aktenlage anfertigen, da Aryah G. sich weigerte untersucht zu werden. “Weshalb seine Psyche weitgehend unzugänglich bleibt”, so “Regensburg digital”. Weitere Verfahren gegen andere Mitglieder der abgeschotteten und nicht gerade auskunftsfreudigen Gemeinschaft soll es nicht geben. Es läge bisher kein Anfangsverdacht vor …

Video zum Thema

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