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UFO-Fan „entdeckt“ riesigen Roboter in der Area 51 – Über „Entdeckungen“, die sprachlos machen!

“Enthüllungen”

Angebliche Sensationen und Entdeckungen im Bereich der Grenzwissenschaft kursieren immer wieder. Kaum ist das eine „spektakuläre“ Thema oder die eine „spektakuläre“ Entdeckung in unserer vernetzten Welt wieder in Vergessenheit geraten, steht schon die nächste „Sensation“ oder „Enthüllung“ in den Startlöchern. Die Welt der UFOs und Prä-Astronautik ist voll davon. Dank des Internet verbreiten sich diese auch schnell und schaffen oft von dort auch den Sprung in das gedruckte Buch. Leider werden Irrtümer, Unwissenheit, Schwindel und Verwechselungen dabei nicht selten als wahr oder sogar Enthüllung angepriesen. Das belegen der entsprechende Buchmarkt und die „Mystery-Szene“ seit Jahren von sich selber heraus, worauf ich ebenso lange immer wieder verweise.

Da Themen wie Prä-Astronautik in sehr weiten Teilen aus reinen Spekulationen bestehen, driften diese zum Teil längst ins unerträgliche ab. Viele ignorieren diese wilden Thesen und aus mangelnder Recherche oder Kenntnis entstehenden Behauptungen und „Beweise“ gerne. Vor allem all jene, die sich lange damit beschäftigen, oder Themen wie UFOs und Astronauten der Antike so oder so einfach „doof“ finden. Nur – das ist seit Jahren meine Überzeugung! – sollte man das nicht immer. Grundsätzlich gibt es nichts, was es nicht gibt, unter den unzähligen „Sensationen“. Nur leider sind viele der allzu oft dummen Behauptungen und durch mangelndes Wissen aus „alten Themen“ neu zusammengeschusterten „Beweise“ und „Erkenntnisse“ heute ein Kern der Grenzwissenschaft, den man nicht ignorieren darf. Zumindest als Grenzwissenschaftler selbst, da leider exakt diese „Fakten“ das Bild der „Mystery-Forschung“ bestimmen.

Glücklicherweise weiß ich, dass die Mehrheit der entsprechend Interessierten hier oft nur ein müdes Lächeln übrig hat. Das zeigt sich in entsprechenden Online-Communitys. Dennoch schockiert mich als Autor und Jäger des Phantastischen auch nach 31 Jahren Tätigkeit in diesen Bereichen immer wieder das eine oder das andere. Trotz des Wissens, dass vieles eben reine Spekulationen sind, die sich auf ebenso reine (oder unreine?) Hinweise berufen. „Ausbrecher“ gibt es immer wieder. Sie kommen plötzlich aus Nichts und setzen beispielsweise unter meinen Videos auf YouTube die wildesten Kommentare ab.

Doch dazu erfahrt Ihr in diesem „Brandbrief“ von 2016 von mir HIER mehr.

Scott C. Waring: UFOloge mit Phantasie

Einer der mich (und viele andere der Szene) immer wieder schockiert, ist der UFO-Enthusiast und Alien-Entdecker Scott C. Waring. Mehrfach war der UFO-Fan bereits bei mir Thema. Denn seine gefühlt alle paar Tage abgelieferten „Entdeckungen“ und „Sensationen“, schockieren mich immer wieder auf Neue! Hier könnte man die „Forschungen“ von Waring einfach ignorieren – wären da nicht die Medien, die seine „Forschungsergebnisse“ immer wieder begierig aufgreifen.

Waring findet seit Jahren bei seinen „Recherchen“ alles, was das Herz eines echten Alien-Fans begehrt. Und das vornehmlich mittels der fraglos wundervollen Software „Google Earth“. Alternativ auch „Google Mars“ oder „Google Moon“. Er überschwemmt seine Community geradezu mit seinen „Beweisen“. Geht es nach dem UFOlogen Waring sind die Erde oder auch der Mars geradezu bedeckt von UFOs und Alien-Objekten.

Es müssen bei ihm aber nicht immer Außerirdische, Raumstationen von Aliens auf dem Mond/Mars oder die nach seinen Veröffentlichungen nahezu überall auf der Erde verstreut abgestürzten UFOs sein. Es geht auch etwas anders, wie er im Herbst 2020 zeigte. Da veröffentlichte Waring seinen neusten Fund, den er in der legendären „Area 51“ in den USA gemacht haben will. Natürlich wieder mit „Google Earth“, da offenkundig die wie auch immer aussehenden dunklen Mächte unfähig sind, Alien-Beweise & Co. auf den dortigen Bildern zu retuschieren …

Waring, da ist er sich sicher, fand nun bei seinen Betrachtungen der „Area 51“ etwas Erstaunliches: Einen riesigen humanoiden Roboter inmitten der Militärbasis, der sich nach seinen „Bildanalysen“ sogar eindeutig bewegen kann. Da er wie immer absolut sicher bei seinen Funden ist, griffen natürlich auch wieder die Medien seine wilden Behauptungen im September 2020 auf. Vor allem im englischsprachigen Internet sorgt er damit immer wieder für Schlagzeilen. Die britische Zeitung „Express“ trägt fraglos an der Verbreitung zu einem sehr großen Anteil bei, da dort immer wieder die Welt des Scott C. Waring veröffentlicht wird. So auch in diesem Fall:

Der "Roboter" der Area 51 (Bilder: Google Earth)

Der “Roboter” der Area 51 (Bilder: Google Earth) [für Großansicht anklicken]

Ich habe in der Area 51 eine 16 Meter lange dunkle Figur gefunden und rechts davon scheint sich eine andere zu befinden, die jedoch kürzer ist.

Wenn ich die letzten Fotos dieses Ortes durchgesehen habe, stelle ich fest, dass sich die Figur tatsächlich auf die Seite bewegt und dann ihre Haltung auf jedem Foto ändert. Es bewegt sich tatsächlich.

Jetzt spielt vielleicht ein USAF-Soldat jahrelang damit herum.

Oder vielleicht experimentiert die Area 51 mit 16 Metern großen Robotern, die eines Tages in Kampfeinsätzen eingesetzt werden könnten.“

So Waring begeistert über seine Entdeckung des gigantischen Roboters.

Die Koordinaten der „Area 51“ sind schon lange kein Geheimnis mehr. Jeder kann die Anlage mit „Google Earth“ erkunden und bequem von daheim aus auf die Suche nach mutmaßlichen Geheimnissen gehen. Sofern man glaubt, dass diese offen erkennbar dort herumstehen und dadurch für die ganze Welt sichtbar sind. Waring glaubt das offensichtlich. Spannende Funde und Ansichten finden sich allerdings weltweit mit dieser Software, was ihre große Beliebtheit erklärt.

Den riesigen und sich bewegenden Roboter des UFO-Fans Waring findet man exakt unter diesen Koordinaten: 37°13’26.61″N 115°49’1.37″W

Und er bewegt sich doch …

Eindeutig erkennt man eine dunkle Form in menschlicher Gestalt mit Armen, Beinen und Kopf. Fast 17 Meter lang und mit „Armen“ rund 5 Meter ist sie breit. Doch das war es dann auch schon mit diesem „Roboter der Area 51“, wenn man die Software etwas genauer nutzt. Was Waring auch getan hat, da er davon spricht, dass sich der „Roboter“ sogar bewegen würde. Erkannt habe er das an verschiedenen Bildern, so Waring. Damit meint er die Zeitleiste von „Google Earth“, mit dessen Hilfe sich der User ältere Bildaufnahmen entsprechender Gebiete, Orte oder Objekte ansehen kann. Eine überaus nützliche und, wie ich denke, auch sehr beliebte Funktion dort.

So sieht man schnell bei dem „Roboter“, dass er sich tatsächlich „bewegt“. Aber mehr als langsam, um nicht zu sagen: extrem langsam. Aktuell ist das Bild auf den 20. Juli 2016 datiert und damit aktuell schon rund 4,5 Jahre alt. Geht man in der Zeitleiste zurück, so kommt man zu Bildern mit Aufnahmedaten wie 5. November 2015, dann 25. Februar 2013 usw. wie oben zu sehen. Erkennbar ist der „Roboter“ bis zurück zum 14. November 2006, wobei zwischendurch nur ein unförmiger dunkler Fleck zu sehen ist, der nicht mal mehr entfernt an eine menschliche Gestalt erinnert. Das heißt also, dass der angebliche Riesen-Roboter seit mindestens zehn Jahren dort liegt und hin und wieder einen Schnitt macht oder sich bewegt. Was zwischen den Aufnahmen geschah, wissen wir natürlich nicht.

Ganz abgesehen von der Frage, wieso man in dieser dunklen Struktur einen 16 Meter riesigen Roboter identifiziert haben will, stellt sich noch eine andere Frage. Ist dem UFO-„Forscher“ Waring nicht aufgefallen, dass dieses technologische Wunderwerk flach auf dem Boden liegt? Die Fotos sind von oben aufgenommen, was ja gerade den Reiz an „Google Earth“ ausmacht.

Wie üblich bei Waring reiner Unsinn, mit dem er Themen aus Welt der Rätsel und Phänomene wiedermal geschadet hat. Wie so viele andere auch, die dabei nicht die mediale Reichweite im Mainstream haben. So wird Waring in einer Meldung zu seinem Roboter-Fund als „ein echter Star unter den UFO-Jägern“ bezeichnet, der „zu den bekanntesten UFO-Jägern in den sozialen Medien“ gehören würde. Ich bin sicher, die meisten Interessieren und grenzwissenschaftlichen Forscher bekommen bei solchen Aussagen Bauchscherzen, sofern sie Waring überhaupt kennen. Derartige Aussagen, die ihn als „Star“ darstellen, diskreditieren die gesamte Szene. Mediale Reichweite oder meinetwegen hohe Buchauflagen sagen nicht im Geringsten irgendetwas darüber aus, ob der entsprechende Mystery-Jäger sich nicht in absurde Behauptungen verloren hat.

Die aber zum Leidwesen aller sachlich Interessierten die meisten Leser und die meiste Aufmerksamkeit bekommen …

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