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„Infos zu Dänikens Theorie und Sitchins Anunnaki“ in den Mainstreammedien: Mit einem durchaus erstaunlichen Ergebnis

Prä-Astronautik: Mainstreammedien, Kritiker, Beliver

Hört oder liest man den Begriff „Prä-Astronautik“ in den sogenannten Mainstreammedien oder etablierten Medien, dann graust es den viel zitierten „Anhängern der Prä-Astronautik“ zumeist von vornherein. Es dürfte hinlänglich bekannt sein – siehe dazu z. B. HIER -, dass der „Mainstream“ nicht viel mit den Ideen über Raumfahrer im Altertum anzufangen weiß. Das gilt für Journalisten ebenso wie für verschiedene wissenschaftliche Disziplinen. Selbst für „Fake-Entlarver“, die zum Teil selber die Wahrheit faken, um diese von ihnen erfundenen „Fakten“ dann zu entlarven, wie ich es in meinem jüngst erschienenen Buch „Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘“ belegt habe.

Gehen wir aber mit den etablierten Medien oder „Fake-Jägern“ nicht zu hart ins Gericht. Sie wissen es oft einfach nicht besser. Böse Absichten stecken wahrscheinlich nicht dahinter. Positiv gedacht. Umgekehrt darf der Freund der Prä-Astronautik aber auch nicht alle „Fakten“ und „Beweise“ für die Götter aus dem All blindlings glauben und übernehmen. Das zeigt eine viel gesehene TV-Doku-Serie aus den USA zum Thema in schöner Kontinuität seit Jahren immer wieder aufs Neue.

Die „Wahrheit“ mag irgendwo in der Mittel liegen. Was natürlich leicht daher gesagt klingt, aber mit Blick auf den Mainstream so falsch gar nicht ist. Denn es überraschen hin und wieder doch Medienberichte über das spekulative Thema „Kamen die Götter aus dem All?“, die eben nicht alles verdrehen, falsch darstellen oder ins Lächerliche ziehen. Okay, sie sind selten, aber sie kommen vor. So geschehen am 10. Dezember 2020 auf verschiedenen Online-Plattformen des Nachrichtenmagazins „Focus“. Mehr “Mainstreammedien” geht damit kaum. Dort schreibt die Autorin Jessie Sperling in einer Rubrik namens „Praxistipps“, in der sie eben genau diese den Lesern geben möchte. Etwa zum Sammeln von Pilzen, wie man Kürbissuppe zubereitet oder wie der Laie richtig den menschlicher Körper zeichnen kann. Nichts ihrer Artikel hat nur im Entferntesten etwas mit wissenschaftlichen, grenzwissenschaftlichen oder ähnlichen Themen zu tun. Umso auffälliger ist ihr dortigen Artikel in der Sparte „Freizeit & Hobby“: „Prä-Astronautik: Infos zu Dänikens Theorie und Sitchins Annunaki“ (eigentlich: Anunnaki)

Man mag als eingefleischter Mystery-Fan hier nun das allerschlimmste befürchten. Vor allem dann, wenn man, wie ich, quasi alles zu solchen Themen liest. Egal von welcher Seite es kommt – ob contra oder pro, ob sachlich oder unsinnig. Doch schon der erste Abschnitt, in dem sie zu erklären versucht, was Prä-Astronautik überhaupt ist, erstaunt durchaus:

Prä-Astronautik ist eine umstrittene Pseudowissenschaft, deren Theorien seit dem 19. Jahrhundert diskutiert werden – zunächst durch Literatur über angebliche frühe Hochzivilisationen wie Atlantis, später durch Werke populärer Autoren wie Erich von Däniken oder Zecharia Sitchin. Seit der Generation Youtube gibt es auch zahlreiche Videos zum Thema.“

“Die” Prä-Astronautik, wie sie (fast) wirklich ist

Nach dieser vollkommen korrekten und sachlichen Vorstellung stellt die „Focus“-Autorin ebenso nüchtern insgesamt fünf Punkt vor, was in der Prä-Astronautik genau angenommen wird. Sie dienen als allgemeine Beispiele, wie sich jeder denken kann, da bekanntlich Thesen und Spekulationen dazu ganze Bibliotheken füllen. Lediglich bei dem Punkt, dass „Aliens (sich) mit Menschen gepaart haben“ und dadurch die „Primaten weiterentwickelt haben“, ist unglücklich formuliert. In diesem Kontext spricht „die“ Prä-Astronautik (mit Ausnahmen) von genetischen Manipulationen an unseren Ahnen, die schon weit mehr als „Primaten“ waren. Nicht von Paarungen und damit Sex. Dieser kam erst später dazu.

Etwas irreführend ist im letzten Punkt die Aussage, dass „noch nicht entzifferte Schriften und Mythen als Grundlagen von Analysen verwendet“ werden, um Belege für die Götter aus dem Kosmos zu finden. Solche kann man selbstverständlich nicht in „noch nicht entzifferte Schriften“ finden, da sie eben nicht entziffert sind und wir somit deren Inhalt nicht kennen. Sollte gemeint sein, dass „die“ Prä-Astronautik bis dato nicht übersetzbare Schriften oder solche Zeichen, die zum Teil als unbekannt Schrift angesehen werden, heranzieht, um eine rätselhafte Vorzeit zu belegen, stimmt die Aussage aber wieder.

Bemerkenswert ist – dies sei am Rande erwähnt – in dem Beitrag die Aussage, dass „sowohl Wissenschaftler als auch Laien“ sich mit diesen Themen beschäftigen. Üblicherweise wird die Idee der Astronautengötter in entsprechenden Artikeln im Bausch und Bogen als Thema von Spinnern, „UFO-Freaks“ und eben Laien diskreditiert. Da Prä-Astronautik „aufgrund ihrer Methodik nicht als wissenschaftlich“ gilt, wie es Sperling bei einem anderen Beispiel richtig anmerkt.

Natürlich stelle die „Focus“-Autorin daraufhin „die Theorie von Erich von Däniken“ vor. Korrekt und ohne hämische Seitenhiebe heißt es:

Erich von Däniken ist ein sehr bekannter Vertreter der Prä-Astronautik. Er hat 1968 das Buch ‚Erinnerungen an die Zukunft‘ über die Theorie veröffentlicht. Für Däniken waren die Götter verschiedenster Religion schlicht Außerirdische. Daran hat sich nichts geändert, auch wenn er sich von einzelnen Details aus seinem frühen Erfolgsbuch später distanzierte.“

Daraufhin folgen sieben zusammenfassende Punkte über von Däniken und seine zweifellos strittigen Ideen und Bücher. Ebenfalls wieder ohne jeden Spott oder abwertenden Kommentar und fast vollständig richtig. Als scharfer Kritiker der allermeisten Mainstream-Berichte über prä-astronautische Ideen von beiden Seiten bin ich deshalb mehr als erstaunt über die dort gemachten Aussagen! Nicht ganz richtig ist aber diese Aussage:

Die Aliens sind nach Däniken jedoch nicht menschenähnlich, da die Evolution auf anderen Planeten auch anders verlaufen würde. Er geht bei den mindestens 4,5 Milliarden erdähnlichen Planeten von mehreren außerirdischen Lebewesen aus.“

Woher die Angabe von „4,5 Milliarden erdähnlichen Planeten“ genau stammt, kann ich nicht sagen. Aber die Behauptung, dass von Däniken meint, dass die Aliens „nicht menschenähnlich“ sind, ist vollkommen falsch. Seit 50 Jahren sagt er das Gegenteil und verweist bis immer wieder darauf, dass der Mensch nach „ihrem Ebenbild“ geschaffen wurde. „Wir alle sind Kinder der Götter“, so von Däniken. Dass diese mutmaßlichen Astronautengötter nicht oder kaum von uns zu unterscheiden sind, habe ich anhand zahlreicher Beispiele HIER aufgezeigt.

Abschließend verlinkt Sperling sogar noch auf Dänikens Twitter-Account. Auch sehr ungewöhnlich, wie ich finde.

Zecharia Sitchin und sein “Grundlagenwerk”

Als zweiten bekannten Vertreter der Prä-Astronautik wird der eingangs erwähnte US-Autor Zecharia Sichtin genannt. Ein Autor, dessen Bücher der Idee der antiken Raumfahrer weit mehr geschadet als genutzt haben, wie ich es in einer Vielzahl von Artikeln aufgezeigt und betont habe ( z. B. Link HIER). Ebenso in meinen Büchern „Die Akte 2012“ und „Rebellion der Astronautenwächter“, in denen ich auf viele seiner längst widerlegte und ab absurdum geführten Erfindungen und Ideen eingehe. Tatsächlich ist es nämlich genau so, wie es im „Focus“-Artikel steht: Sitchin ist heute ein durchaus bekannter Vertreter der Prä-Astronautik, da viele Autoren seine erdachten „Beweise“ übernahmen und in teilweise ganz neue und noch absurdere Spekulationen umbauten. Leider. Der „Focus“-Leser erfährt über ihn:

Zecharia Sitchin war ein bekannter Sachbuchautor über die Prä-Astronautik. Er veröffentlichte 1995 ein wichtiges Werk der Theorie mit dem Titel ‚Der 12. Planet: Wann, wo, wie die Astronauten eines anderen Planeten zur Erde kamen und den Homo sapiens schufen‘“.

Das Buch „Der 12. Planet“ erschien allerdings weit früher, nämlich 1976 in den USA und 1979 deutscher Sprache in der Schweiz. Ab 1989 folgten Taschenbuchausgaben und ab 2003 gebundenen Sonderausgaben in Deutschland. Hier verrät die Autorin Sperling aber indirekt die Quelle ihre Informationen zu dem Erfolgsautoren. Es ist der deutschsprachige Wikipedia-Eintrag über Sitchin, in dem eine spätere Taschenbuchausgabe aus Deutschland seines “Der 12. Planet” von 1995 eingetragen ist …

In nur fünf sehr knapp gehaltenen Punkten werden hier die Spekulationen des Sitchins zusammengefasst. Alles erneut richtig. Bis auf die Behauptung, dass Sitchins erstes Buch heute „in der Prä-Astronautik als ein bedeutendes Grundlagenwerk“ gilt. Genau das Gegenteil ist auch hier der Fall. Kein einziger ernsthafter Prä-Astronautiker nimmt dieses oder weitere Bücher von Sitchin heute mehr ernst! Lediglich Teilaspekte seiner Arbeiten. (Wobei ich gestehen muss, dass ich sie vor Jahrzehnten auch ernst nahm.)

Als „Gundlagenwerk“ dienen diese Bücher nur bei der neuen Generation der „Anunnaki-Gläubigen“, die darauf ihre eigenen Phantasien basteln. Unnötig hierauf an dieser Stelle genauer einzugehen, da ich das in den vergangenen Jahren immer wieder tat und entsprechend darlegte. Anzumerken sei hierbei jedoch die Tatsache, dass selbst Sitchin bis zu seinem Tode 2010 gegen den Missbrauch seiner Bücher wehrte und die neue „Anunnaki-Religion“ sich unlängst von den Inhalten seiner Aussagen entfernte.

Immer über den Mainstream, die Medien, die Presse oder die etablierte Berichterstattung meckern, wenn es um Berichte über Prä-Astronautik oder Ähnliches geht, ist offensichtlich falsch. Beweis: Dieser Artikel der Autorin Jessie Sperling. Wer sich genau hinter diesen Namen verbirgt, fand ich auf die Schnell nicht heraus. Ob eine Praktikantin, eine externe Journalistin, eine fest angestellte Redakteurin des „Focus“ … kann ich nicht sagen.

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