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900 Tonnen Instrumentenplattform abgestürzt: Das Arecibo-Teleskop ist endgültig zerstört

Wie kürzlich berichtet, soll das am 1. November 1963 in Puerto Rico eingeweihte und weltberühmte Arecibo-Observatorium stillgelegt werden. Schwere Beschädigungen im August und November 2020 des 305 Meter messenden Radioteleskop veranlassten die Betreiber die Anlage stillzulegen. Sie sollte zurück gebaut werden und eine Reparatur wurde ausgeschlossen.

Trotz einer Petition, die sich für den Erhalt des Arecibo-Teleskop und der damit verbundenen Forschungseinrichtungen einsetzte. Bis September 2016 war das Arecibo-Teleskop das Größte der Welt. Da fiel der Titel an das chinesische „Five-hundred-meter Aperture Spherical Telescope“ (FAST) in der südwestlichen Provinz Guizhou. Es hat einen Durchmesser von 500 Metern.

Jetzt ist das Ende der legendären Teleskops auf Puerto Rico früher gekommen, als von den meisten befürchtet. Die riesige Instrumentenplattform mit einem Gewicht von rund 900 Tonnen, die an Seiten über dem eigentlichen Spiegel hing, stürze vor wenigen Tagen ab und schlug wie eine Bombe in den 305-Meter-Spiegel ein. Genau das, was die Betreiber der Anlage befürchteten, weshalb sie aus Sicherheitsgründen auch von einer Reparatur der Anlage absahen. Denn dazu hätten  die Techniker und Arbeiter unterhalb der nun abgestürzten Plattform und des Spiegel arbeiten müssen. „Viel zu gefährlich“, hieß es dazu von den Betreibern und der „National Science Foundation“ (NSF) aus den USA, die unter anderem auch das Arecibo-Teleskop finanziert.

Die Zerstörung nach dem Absturz ist verehrend! So zeigen es Fotos, die in verschiedenen mittelamerikanischen Medien erschienen und wohl erstmals von der NASA-Meteorologin Deborah Martorell am 1. Dezember via Twitter verbreitet wurden. Sie veröffentlichte unter anderem „Live“-Bilder einer am Teleskop installierten Videokamera, die eindrücklich die Katastrophe zeigen. Für viele Astronomen und andere Forscher sowie Weltraum-Enthusiasten sind das mehr als nur sentimentale Nachrichten und Bilder. Längst hatte das Arecibo-Teleskop eine Art „Kult-Status“ in der wissenschaftlichen Community inne. Aber auch bei Science-Fiction-Fans und all jenen, die sich mit außerirdischen Zivilisationen im All befassen. Von diesem Teleskop sendete 1974 die Menschheit erstmals „offiziell“ eine Botschaft in das All, um anderen Völkern über unserer Existenz zu informieren. Ziel waren mutmaßliche Aliens im etwa 25.000 Lichtjahre entfernten Kugelsternhaufen M13 (mehr zur Botschaft HIER).

Nachdem im Astronomen und Forscher aus aller Welt mit Bestürzung im August und November von den gerissene Stahlseilen der Anlage und den dadurch verursachen Schäden erfuhren, wurde recht schnell beschlossen den Stecker des Teleskop für immer zu ziehen. Für viele zu schnell. Denn trotz der augenscheinlichen Zerstörungen wäre mit Sicherheit eine Instandsetzung und Reparatur möglich gewesen. Mittel und Wege ließen sich durchaus finden, um auch für die Sicherheit der Arbeiter zu garantieren oder die Instrumentenplattform zu stabilisieren.

Im Netz kursieren genau aus diesen Gründen erste Verschwörungstheorien. Darin wird vermutet, dass es Absicht war und das Arecibo-Teleskop abgeschaltet werde sollte. Die Unfälle wären demnach keine wirklichen Zufälle aufgrund von Materialermüdung und ähnlichem, sondern bewusst herbeigeführt und als solche deklariert worden. Das alles habe irgendwas mit Außerirdischen bzw. den Kontakt zu ihnen zu tun, so erste Mutmaßungen, der vertuscht werden soll.

Das halte ich für sehr unwahrscheinlich, da es weltweit entsprechende Radioteleskope gibt. In Verbänden zusammen geschaltet sogar weit effizienter als das Teleskop von Arecibo. Vielmehr geht die „Verschwörung“ wohl in eine andere Richtung: Die Betreiber nahmen die Unfälle zum Anlass die teure und in die Jahre gekommene Anlage letztlich stillzulegen. Eine Kosten-Nutzen-Rechnung rechtfertigte in deren Augen keine Instandsetzung des Teleskops mehr.

Vielleicht weiß hier aber Jodie Foster alias Dr. Eleanor „Ellie“ Arroway mehr …

 

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