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Der Mythos vom Rock Lake und den versunkenen Pyramiden

Sind die Pyramiden in Ägypten nicht die ältesten der Welt? Gab vielleicht schon während oder vor der Eiszeit eine Hochzivilisation auf der Erde, die Pyramiden baute? Einige Autoren sehen dies als gegeben an. Hierbei sprechen diese unter anderem von dem versunkenen Reich Atlantis oder verweisen auf die angeblichen “Bosnischen Pyramiden”. Jene Berge nahe Visoko, die angeblich uralte Pyramiden sein sollen.

Hinweise für eine “versunkene Kultur” in der Frühzeit könnten Funde vom nordamerikanischen Kontinent liefern: Pyramiden auf dem Grund eines relativ kleinen Sees , der erst während der letzten Eiszeit entstanden ist. Damit wären diese mutmaßlichen versunkenen Pyramiden an die 12.000 Jahre alt. Vielleicht sogar mehr. Eine uns heute weitestgehend unbekannte Epoche der amerikanischen Kontinente, in der diese aber unlängst von Menschen besiedelt waren. Vielleicht wanderten die ersten Menschen sogar schon vor rund 33.000 Jahre in Amerika ein. Darauf deuten archäologische Funde in Mexiko hin, die erst jüngst veröffentlicht wurden, wie in diesem Video HIER dargelegt

Die sonderbare Geschichte der Rock Lake-Pyramiden

Am Rock Lake, rund 20 Meilen östlich von Madison im Süden des US-Bundesstaates Wisconsin gelegen, fand Nathaniel Heyer 1836 eine Pyramide, die er “Atzalan” taufte und die auf ein Alter von rund 1.000 Jahren geschätzt wurde.

Eigentlich also nichts Besonderes, denn auch die Indianer Nordamerikas bauten (Erd-)Pyramiden und sogenannte Kulthügel auf dem gesamten Kontinent. Die indianischen Erdbauten werden von den Archäologen heute “Mounds” genannt und sind bis zu 3.200 Jahre alt. Sie finden sich vor allem im Südosten der USA und im Gebiet von Ohio liegen rund 12.000 solcher Erdbauten, die ab 800 vor Christus erbaut wurden. Vielleicht jedoch existieren auch solche Bauten mit weit hören Alter. So schreibt die Mytery-Autorin Gisela Ermel in ihrem Buch “Das Moundbilder Phänomen“:

Eines Tages jedoch, vor mehr als 5.000 Jahren, versammelten sich primitive Jäger und Sammler im Gebiet des damaligen Flussbettes des Arkansas River, um erstmals eine geplante Erdwerkanlage zu errichten.

5.000 Jahre, das ist schon ansehnlich alt. Doch bereits im Jahre 1862 meldete Leon E. Seltzer in der “The Columbia Lippincot Gezetter of the World”, die er damals mit herausgegeben hat, folgende Seltsamkeit aus den USA:

Rock Lake. Auf dem Grund des Sees sind große Steinpyramiden, von denen angenommen wird, sie seien von prähistorischen Indianern errichtet worden.

Ist diese Annahme nur eine Illusion, weil die Bauten eigentlich viele Jahrtausende alt sein müssten?

In den folgenden Jahren sammelten sich zahlreiche weitere Hinweise. Als das Gebiet um den Rock Lake um 1900 von einer Dürre heimgesucht wurde, machten Lee Wilson, Bürgermeister des am See gelegenen Ortes Lake Mills, und sein Bruder Claude Wilson beim Fischen auf dem stark gesunkenen Rock Lake ein seltsame Entdeckung. Unter ihrem Fischerboot sahen sie steinerne Strukturen auf dem Grund des Sees, die sie für künstlich errichtet hielten. Niemand interessierte sich sonderlich für diese Sichtung, und so geriet sie schnell wieder in Vergessenheit.

Bis zum Frühjahr 1936 ein gewisser Victor S. Taylor meldete:

Vier Pyramiden auf dem Grund des Rock Lake entdeckt, womöglich indianischen Ursprungs, vielleicht von Azteken erbaut.

Diese Meldung wurde von Dr. B.W. Saunders vernommen, der als Herausgeber eines US-Reiseführers Interesse an Sehenswürdigkeiten pflegte und eine Tauchexpedition zu den rätselhaften Bauten plante. Vor allem beabsichtigte er, die Bauten mit eventuell vorhandenen Inschriften zu datieren. Auch ist natürlich bekannt, dass die Azteken in Mexiko beheimatet waren und zahlreiche Pyramiden bauten. Ihre Zeit endete mit der Ankunft der Spanier in Mexiko im 16. Jahrhundert, als diese ihr Imperium zerschlugen. Wären die Azteken vor 500 Jahren tatsächlich bis in den Norden der heutigen USA gekommen, wäre das allein schon sensationell. Die mutmaßlichen Pyramiden in dem See wären dann aber sehr jung. Kein Historiker oder Archäologe wiederum nimmt ernsthaft an, dass die Azteken außerhalb des heutigen Mexikos als ihr Kernland wirkten. wohl aber behaupteten die Azteken selber, dass ihre Ur-Heimat im Norden lag. Von hier aus seien sie fortgezogen, bis sie im Gebiet des heutigen Mexiko-City ankamen und von dort ihr Reich errichteten.

Ganz interessant ist bei diesem Exodus der Ur-Azteken ein seltsames Detail in ihren entsprechenden Überlieferungen. demnach besaßen sie bei ihrer Wanderung ein Heiligtum, dass viele Paralellen zur Bundeslade des Hebräer beim biblischen Exodus zeigte. Mehr dazu in diesem Video HIER auf meinen Kanal sowie diesen Artikel HIER.

Was die einst geplanten Tauch-Untersuchungen von Dr. Saunders betrifft, so scheiterten diese. Leider wollte aber niemand sein Vorhaben finanzieren. Der Geologe Professor Ernst F. Bean und der Historiker Dr. Charles E. Brown jedoch wollten, sobald entsprechende Wetterbedingungen herrschen, diese Ruinen untersuchen lassen. Auch daraus wurde nichts, das Rätsel um Rock Lake wurde erneut vergessen.

Tiefseetaucher und Rekordinhaber Max Gene Nohl hingegen interessierte sich weiterhin für die Geheimnisse des Sees. Im Jahr 1937 fuhr er mit einem kleinen Boot auf den See, wobei er ein Seil mit einem schweren Eisenklotz über den Boden zog. Mit diesem “Instrument” konnte Nohl nun die Position der seltsamen Unterwasserformation genauer bestimmen und unternahm zahlreiche Tauchgänge im Rock Lake. Tatsächlich will er fast in der Mitte des Sees eine Pyramide gefunden haben. Er notierte:

Die Pyramide hat die Gestalt eines gekippten Kegels. Oben befindet sich eine kleine, quadratische Plattform, Kantenlänge 1,4 Meter. Kantenlänge am Boden: 5,43 Meter. Höhe: 8,83 Meter. Offenbar besteht die Konstruktion aus glatten, in Mörtel gesetzten Steinen. Sie ist weitgehend von einem grünlichen Schaum überzogen, der sich aber leicht wegkratzen lässt, zum Teil treten die Steine offen zutage, sind dem Wasser direkt ausgesetzt.

Das sind erstaunlich exakte Maße, die Nohl mit seinem einfachen Messgerät ermittelt haben will. Wirklich glaubwürdig klingen diese deshalb nicht.

Auch wenn die Pyramiden in Mittelamerika und natürlich Ägypten oder China ein Vielfaches der von Nohl vermessenen Bauten beträgt, ist der Fund brisant. Denn woher kommen solche Strukturen, Pyramiden oder pyramienartige Plattformen, wenn sie mitten auf dem Grund seines See liegen …?

Leider sind Nohls Entdeckungen damals in der Öffentlichkeit auf taube Ohren gestoßen, und so wurde der See und sein “Inhalt” wieder einmal vergessen.

Am 30. Juli 1967, nach Jahrzehnten der Ruhe, machten sieben Taucher einen Tauchgang in den See. Einer von ihnen, der gelernte Tauchlehrer und Beamte des O´Hare-Flughafens in Chicago, John Kennedy aus Lambard, blieb von der Gruppe am längsten unter Wasser. Kurz bevor ihm die Luft knapp wurde, sah er plötzlich eine Plattform von sechs mal zwölf Metern Größe, die rund 1,50 Meter aus dem Grund des See aufragt. Als Lambard wieder an die Oberfläche kam, hatte er drei Steinfragmente bei sich, die er noch eilig von der Struktur abgebrochen hatte.

Lambard jedoch wurde als Betrüger hingestellt; man glaubte ihm schlichtweg nicht. Leon Mericle erklärte entgegen Lambards Behauptung auf einem Tauchersymposium am 30. März 1968 in Chicago, “dass es keine Spur von Pyramiden gibt, wo wir gesucht haben”. Und doch: Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Tauchern und Forschern, die die eindeutige Existenz von Ruinen auf dem Seegrund bezeugt haben.

So beispielsweise der Präsident der Tauchergruppe “Sea Search”, Craig Scott, der mit modernsten Gerätschaften den See erforschte und die Bauten ebenfalls gefunden haben will. Auch der Taucher John Shulak wurde fündig:

Sechs Jahre beschäftige ich mich mit dem Rock Lake. Dann wurde endlich Sonarelektronik eingesetzt. Eine Pyramide nach der anderen wurde gefunden. Zwei Bauten empfinde ich als besonders beeindruckend. Sie liegen in der Mitte des Sees. Eine ist fast vier Meter breit, 30 Meter lang. Sie ragt 2,43 Meter aus dem schlammigen Boden. Sie besteht aus Steinen unterschiedlicher Größe, wobei die größeren unten, die kleineren oben eingesetzt wurden. Weitere Teile der Konstruktion sind zementiert, als hätten die Erbauer die Steine sorgsam aufeinandergefügt und dann mit einer Art Beton zusammengekleistert.

Dr. James Scherz aus Wisconsin, der dort Ingenieur an der Universität von Madison ist, bemerkte einst sogar, dass die Pyramiden “einen fantastischen Fund” darstellten. Er meinte, von den Bauten aus wurden “Sonne, Mond, Planeten und Sterne in ihrem Lauf beobachtet” und “die große Unterwasserpyramide” sei “exakt nach Norden ausgerichtet”.

Das Magazin “Skin Diver”, ein Fachblatt für den Tauchsport, bemerkte im Januar 1970 zum Rock Lake-Rätsel:

Die Pyramiden sind unglaublich. Es sollte sie nicht geben. Sie wären zu alt und an einer Stelle, wo niemand sie hätte bauen können. Logischerweise dürften sie gar nicht existieren. Die Geschichte ist freilich selten logisch. Und Logik hin, Logik her: Die Pyramiden von Rock Lake tauchen oft genug aus der Versenkung auf, um die noch so logisch denkenden Erforscher der amerikanischen Vergangenheit in Verlegenheit zu bringen.

Warum die Pyramiden und Monumente , es sollen 13 an der Zahl sein,– im Rock Lake so seltsam sind, ist schnell erklärt. Wenn es sie wirklich geben sollte , hat sie natürlich niemand in einer mühseligen Arbeit unter dem Wasser erbaut. Doch dann müssen sie errichtet worden sein, bevor es den Rock Lake gab. Das ist rund 12.000 Jahre her, denn in jenen Epochen ging die letzte Eiszeit in dieser Region dem Ende entgegen.

Andere Datierungen sprechen sogar von einem Alter von 16.000 Jahren. Die Eismassen aus der Eiszeit schwanden und es bildeten sich zahlreiche Seen und Flüsse. Der amerikanische Kontinent war in der Eiszeit in weiten Teilen vereist. Auch die Großen Seen zwischen den USA und Kanada entstanden damals. Und so wurde auch alles, was am Ort den heutigen Rock Lake einst stand, vom Wasser verschluckt.

Doch eine wichtige Frage stellt sich: war das Gebiet vom Rock Lake unter dicken Gletschern der Eiszeit verborgen, wie können dann die angeblichen Pyramiden die Verschiebung und den Druck des Eises überhaupt überstanden haben? Doch weltweit stoßen Forscher und Taucher immer wieder auf Bauten und offenbar künstliche Strukturen unter dem Meer; etwa vor der Küste Japans, im Meer vor Indien, auf dem Grund des Titicacasees in Bolivien, vor der Insel Malta oder auch in 35 Metern Tiefe vor dem Kap Morgiou, Frankreich.

Im Falle des letzten Beispiels wurde sogar im Jahr 1991 durch ein Forscherteam der französischen Marine ein Alter bestimmt. In den 1985 von Henri Cosquer entdeckten Unterwasserhöhlen fanden sich nämlich Wandmalereien von Bisons, Katzen, Seehunden und anderen. Proben der Farben erhaben nach der Kohlenstoffdatierung ein Alter von 18.440 Jahren. Tatsächlich lagen die Höhlen in dieser fernen Epoche an der Oberfläche. Gab es eine untergegangene Menschheit, eine versunkene Zivilisation?

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